28.02.2009
Das war Königskrug 2009 – Wir erobern den Harz!
Königskrug 2009
Einmal im Jahr muss der alte Harz es über sich ergehen lassen, von der Trainingsgruppe der PSV-Schüler erobert zu werden. Letztes Wochenende war es endlich so weit – nach einem Jahr der Erholung für das schöne Gebirge machte sich wieder eine PSV-Gruppe auf, ein Wochenende lang die Schneelandschaft unsicher zu machen.

Ja, Schnee lag diesmal viel – so dass die ganze Festung Königskrug in einen schönen weißen Mantel gehüllt war. Von hier aus sollten alle Eroberungszüge per Fuß, Schlitten und Ski starten.
Am Freitag stand zunächst mit Hilfe der Eltern die Anreise auf dem Programm. Mit unzähligen vierrädrigen Kutschen erreichten wir also ohne Müh und Not Königskrug. Gruppenweise wurden die einzelnen Wachtürme bezogen, nach dem Abendessen ging es zunächst im Saal zu den gemeinsamen Festspielen. Drei Gruppen (die lustigen Eisbären, Rodelkröten und die Schneeflocken) traten gegeneinander an und zeigten ihre Fähigkeiten in Sachen Architektur (Kartenhaus-Sprint), sie bewiesen viel Puste (Teelichter-Löschen), arbeiteten bei der Luftballonstaffel zusammen und erzielten viele weitere Erfolge auf dem Weg zur ersten Siegerehrung des Jahres. Und was macht man nach einem Abend im warmen, beheizten Raum? Richtig: Eine Schneeballschlacht! Jungs gegen Mädels – das bedeutete 4 gegen 17. Es male sich jeder selbst aus, welches Team hier am härtesten zu kämpfen hatte! Völlig durchnässt ging es danach wieder ins Haus – in die Harzer PSV-Festung, wo in den einzelnen Zimmern (äh pardon, den Wachtürmen) der erste Abend langsam zu Ende ging. In manch’ einem Traum wurde vielleicht die Schneeballschlacht noch fortgeführt – man wird es nie erfahren.

Guten Morgen! Samstag, 7 Uhr: Die erste wichtige Veranstaltung des Tages stand unmittelbar bevor: Das Frühstück. Wie bei jedem Essen wurde auch hier vom ritterlichen Tischdienst alles richtig gemacht – so konnte es danach schnell zum ersten Eroberungszug gehen. Eine Gruppe schnappte sich dafür die Schlitten und donnerte unzählige Male ins Tal, die andere Gruppe schnallte sich Langlaufskier unter die Füße und startete ebenfalls mit einer kurzen Abfahrt ins Tal. Nur dumm, dass man jeden Meter in die Tiefe irgendwann auch wieder hoch muss… Nach dem Mittagessen wurden die Fortbewegungsmittel getauscht, Skier und Schlitten also neu vergeben. Während dieses zweiten Eroberungszuges stellte sich erneut heraus, dass sich der Harz auch gegen seine Besucher zu wehren weiß – zumindest solange reichlich Schnee vorhanden ist. Weißer Weg, weiße Bäume, weiße Loipe – da sieht schnell alles gleich aus. Wo sind wir wohl gerade? Am Ende haben sich doch alle wieder in der Festung zu Königskrug eingefunden. Nach – sehr kurzer – Erholungspause ging es auf zum nächsten Wettkampf. Aus 4 Betreuern und 17 Athleten wurden innerhalb einer winzigen halben Stunde 4 Betreuer, 17 Athleten und 4 Schneemänner (bzw. Schneefrauen…).

Die Sieger dieses Durchgangs wurden nun per Umfrage ermittelt und sind bekanntlich weiter unten zu finden. Wer wollte, blieb nach dem Wettbewerb noch etwas draußen und sorgte dafür, dass der Schnee auch den letzten Weg in die tiefsten Taschen und Ärmel der durchnässten Kleidung fand – meist mit Erfolg. Am Abend nach den schonungslosen Feldzügen der gesamten Trainingsgruppe fanden wir uns erneut gemeinsam im Saal unserer Festung ein – denn nun folgte das ultimative PSV-Brettspiel, bei dem erneut in kleinen Gruppen um den Sieg gekämpft wurde. Als Hürden standen Kleinigkeiten wie Pantomime oder das Zeichnen sportlicher Begriffe im Weg. Manche eine solche Hürde wurde gekonnt übersprintet, manche schien größer zu werden, je weniger Zeit noch zum Überwinden blieb.

Nach dem Brettspiel gings ins Bett – bis am Sonntag früher als erhofft der erste Wecker klingelte und uns aus dem Schlaf riss. Wer kennt nicht das Gefühl, eigentlich gerade erst eingeschlafen zu sein, wenn es schon wieder losgeht? Nun gut, als Leichtathleten sind wir es nicht anders gewohnt. Alle Sachen wurden schnell gepackt und in die dann wieder aus dem Nichts auftauchenden vierrädrigen Kutschen verladen. Spätestens jetzt wurde uns klar, dass der Harz uns doch mögen muss – denn er ließ uns nicht sofort los. Dennoch rissen wir uns nach einiger Zeit von unserer Festung los und landeten platschend im Wasser des Schwimmbades Braunlage. Dort ließen wir mit Spaß und Entspannung das Wochenende ausklingen – wobei der eine oder andere Wettbewerb auch hier nicht ausblieb. Wer kann schneller tauchen? Oder Schönheitswettbewerbe: Wer kann schöner tauchen? Spätestens nach dem Besuch im Schwimmbad sollte jeder recht müde gewesen sein. Oder nicht? Bitte melden – wir haben sicher noch einen Platz für Dich als Trainer!

Das war also unser diesjähriger Feldzug in den Harz! Wir Trainer möchten uns bei allen bedanken, die dabei waren – natürlich auch bei den hilfsbereiten Eltern, die uns bei der An- und Abreise tatkräftig unterstützt haben – ohne Euch wäre das nicht möglich!
Bis zum nächsten Mal!
Eure Trainer

