PSV-Leichtathletik

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Monatsarchiv für März 2010

Olympiastützpunkt bietet ideale Trainingsbedingungen

Für die 37 Athleten und zwei Trainer des PSV Braunschweig stellte sich der Olympiastützpunkt Kiembaum erneut als idealer Trainingsort heraus. Vom 20.03. bis 25.03.2010 bereiteten sich die Mehrkämpfer des PSV gezielt auf die anstehenden Wettkämpfe vor.

Trainiert wurde in zwei Trainingsgruppen. Der jüngere Jahrgang der B-Schülerinnen trainierte bei Robert Haedicke und zeigte besonders im koordinativ-technischen Bereich große Fortschritte. Beim Techniktraining standen der Hürdensprint, das Kugelstossen, Speer- und Diskuswerfen ebenso wie der Weit- und Hochsprung auf dem Trainingsplan. Es wurde viel im Schnelligkeitsbereich gearbeitet und auch die Sprintausdauer kam nicht zu kurz. Mit dem eigenen Körpergewicht und dem Deuserband wurde an den Kraftfähigkeiten gearbeitet.

Die Trainingsgruppe von Dennis Wittkuhn umfasste insgesamt 28 Athleten im Alter von 13 bis 22 Jahre. Hier stellten der Hürdensprint, Speerwurf und Weitsprung die Schwerpunktdisziplinen dar.

Stabilisationsübungen gehörten ebenso wie die Koordinationsübungen zum täglichen Trainingsprogramm, welches aus insgesamt 21 Trainingseinheiten à 90 Minuten bestand. Etliche Meter wurden als Tempoläufe zurückgelegt, viele weitere aus dem Startblock und nicht wenige, um den eigenen Körper oder den Speer möglichst weit zu befördern.

Und wie in jedem Jahr hieß es wieder: Testen, testen, testen … 50m aus dem Startblock mit Reaktionszeit und natürlich der 30m Zeit “fliegend”, 5er Sprunglauf, Medizinballwurf, Kugelschocken und Weitsprung aus 10 Anlaufschritten. Dabei konnten sich nahezu alle Athleten gegenüber dem Vorjahr steigern. In vielen Technikeinheiten wurden auch Videos für die “nächtliche” Videoanalyse aufgenommen.

Zum Freizeitprogramm gehörte das Kegeln ebenso wie das “Plantschen” im Schwimmbad oder Quatschen, Schlafen und Turnen auf der Stabhochsprunganlage.

Insgesamt ein gelungenes Trainingslager bei sehr guten Witterungs-und
idealen Trainingsbedingungen.

Am 07. März fand in Hannover der leistungsbezogene Sichtungswettbewerb der Schülerinnen und Schüler C statt. Der PSV war mit vier Jungs und fünf Mädchen am Start. Neben dem Sprint über 60 m und dem Weitsprung sowie den Mittelstrecken standen in Hannover die 4×50-Sprintstaffeln auf dem Zeitplan. Für die C-Schüler des PSV Braunschweig war das Ziel klar: Ein Sieg im Staffelsprint musste her. In der Besetzung Timon Kutzschbauch, Gentino Trautmann, Mattis Thörner und Rasmus Weise (alle Jahrgang 2000) gelang das auch: Mit tollen Wechseln siegten die vier Jungs in 30,62 sek vorm TuS Sulingen. Drei von ihnen traten zuvor bereits im Vorlauf über 60 m an. Timon und Mattis sprinteten dabei in den A-Endlauf, Rasmus kam zunächst in den B-Endlauf. Timon erreichte dann im A-Endlauf den zweiten Platz, dicht gefolgt von Mattis. Rasmus steigerte sich nach dem verpatzten Vorlauf ganz deutlich und konnte als Sieger des B-Endlaufs noch auf den vierten Platz der Gesamtwertung vorrücken. Besonders stark präsentierte sich der erst seit dem letzten Jahr aktive Mattis im Weitsprung. Er siegte mit 4,13m und zeigte mit weiteren starken Sprüngen, dass diese Leistung kein Ausrutscher war. Timon sprang 3,81m weit und kam damit ebenfalls ins Finale der besten acht Springer. Auch im Finale mit dabei war Gentino Trautmann, der mit 3,63m den 8. Platz belegte. Nach dem ohnehin schon harten Wettkampftag trat Timon zum Abschluss noch über die 1000m an, in der Halle sind das 5 Runden. Er steigerte sich von Runde zu Runde und gewann seinen Zeitendlauf nach einem starken Endspurt in 3:51,91 min – insgesamt bedeutete das den 4. Rang über die Mittelstrecke.

Bei den Schülerinnen C sprintete Sarah Stojanovic in ihrem Vorlauf über 60m nach 9,92 sek durchs Ziel und qualifizierte sich damit für den B-Endlauf. In einem weiteren Vorlauf lief Luise Mauer 10,52 sek. Ihre Schwester Johanna Mauer (alle 1999) blieb mit 9,99 sek knapp unter 10sek-Grenze. In einem sehr großen Starterfeld starteten Johanna und Luise über die 800m und wurden mit 3:06,39 min (Johanna) und 3:10,19 min 10. und 12.

Mit Maria-Theresia Hübner und Nina Groenewold (beide 2000) waren auch in der Altersklasse W10 zwei PSV-Mädchen am Start. Sie gingen über 60m in den Startblock und starteten im Weitsprungwettbewerb. Natürlich startete mit Sarah, Nina, Luise und Johanna auch eine 4×50 m-Staffel. Als Schlussläuferin überquerte Johanna nach 33,51 sek die Ziellinie, die Staffel belegte Rang 6.

Halteverbot

Bezeichnend?

Seit vielen Wochen war das Land unter tiefem Schnee begraben – eine rote Kunststoffbahn auf dem Rüninger Sportplatz unter der weißen Masse ließ sich nur noch erahnen. Da stand eigentlich fest: In Königskrug würden sicher hervorragende Schnee- und damit Wintersportbedingungen herrschen. Dann setzte das Tauwetter ein – ein bemerkenswerter Teil der dicken Schneedecke im Harz verschwand in wenigen Tagen. Und trotzdem: Gute Wintersportbedingungen! Denn wenn von mehreren Metern Schnee die Hälfte wegtaut, dann bleibt die andere Hälfte der mehreren Meter ja weiterhin liegen. Viele Langläufer waren also unterwegs – nur wir gehörten nicht dazu, weil man uns die Skier nicht ausleihen wollte. Zu vereist seien die Loipen, zu gefährlich sei das Skifahren. Also halten wir zunächst einmal fest: Der (West?)-Harz ist immer wieder für Überraschungen gut. Daraus lernen wir fürs nächste Jahr.

Nun aber zum schönen Teil: Wir fuhren mit 18 Leichtathleten in den Harz. Absolute Rekordbeteilung auf Seiten der Jungs übrigens: Gleich 6 fanden den Weg in die Trainingsfreizeit, das gabs bei uns noch nie! Nach der Ankunft am Freitag waren die Zimmer schnell bezogen und nach dem Abendessen betätigten wir Leichtathleten uns in vier Mannschaften als Tischtennis- und (Tisch)Fußballspieler. Das Ergebnis dieser kleinen Expedition: Die meisten von uns sind in der Leichtathletik sehr gut aufgehoben :-)

Gruppenfoto Königskrug 2010

Die Eroberer des Harzes vom PSV Braunschweig

Dann sollte doch ein kleines Quiz zu diesem Thema schnell gelöst sein! Oder?
Nun ja, hier ein kleiner Auszug aus den diesjährigen Fragen zur Leichtathletik. Hättest Du es gewusst?

Schon zu den Anfängen der Leichtathletik (ewig her!) sollten Fehlstarts vermieden werden. Heute fliegt man als C- und B-Schüler beim zweiten Fehlstart einfach raus. Wie was das ganz früher?
a) Kampfrichter haben die Sprinter bis zum Startschuss festgehalten
b) Wie bei Pferderennen gab es eine Barriere, die umgelegt wurde
c) Fehlstarter wurden mit Stockhieben bestraft

Was haben Sprinter am Start gemacht, bevor offiziell Startblöcke eingeführt wurden?
a) Sie sind aus dem Stand gestartet
b) Sie sind aus dem Dreipunkt-Start gestartet
c) Sie haben sich mit einer kleinen Schaufel Startlöcher in die Aschenbahn gegraben.

Für die richtige Antwort ist wie gewohnt viel Platz in den Kommentaren zu diesem Artikel! Übrigens: Die beste Mannschaft erreichten 8 von 10 Punkten :-)

Den Freitagabend ließen wir nach dem Quiz noch ausklingen und dann ging es auf die Zimmer – um langsam aber sicher ins Reich der Träume zu fliegen. Das gelang manchen wie gewohnt besser und schneller, als manch anderen :-)

RIIIIIIIIIING! Guten Morgen! Ich bin der Wecker. Und ich klingele gerade eine Stunde zu früh. Und wecke damit in einer Kettenreaktion die gesamte Trainingsgruppe inkl. Trainer auch eine Stunde zu früh. GRRRRRRRRRR! ;-) Juhu, also auf zum Frühstück. Noch etwas müde wurde diese angenehme Aufgabe dann doch hervorragend gemeistert. Nach einer Verdauungspause folgte nun eine Trainingseinheit. Wir haben dabei gelernt, dass auch völlig fest und stabil wirkende Wege auf dem Schnee auf einmal ungeahnt tiefe Löcher aufweisen können, wenn man auf ihnen läuft. Zum Glück haben die Leichtathleten für Stadien schon vor langer Zeit stabile Rundbahnen erfunden. Nach dem Einlaufen auf dem Schnee wissen wir erst, wie nützlich so eine Rundbahn ist :-)

Sprünge

Training im Harz

Außerdem hatte der für eine Schneeballschlacht leider doch zu harte Schnee beim Training einen Vorteil: Wir konnten Ballwerfen, ohne einen einzigen Ball wiederholen zu müssen, außerdem hatten wir eine unerschöpfliche Menge an Bällen zur Verfügung. Vom ersten dieser Vorteile träumt im “normalen” Training wohl jeder Athlet (insbesondere die starken Werfer) und vom zweiten Vorteil träumen dann die Trainer, die sonst regelmäßig neue Bälle beschaffen müssen, weil solche Dinger ja gerne innerhalb weniger Sekunden spurlos verschwinden.

Nach der Trainingseinheit waren die künstlerischen Fähigkeiten der Athleten gefragt. Vier Gruppen hatten jeweils eine Tischtennisplatte voller Schnee zur Verfügung und formten daraus eine Skulptur. Da dabei besonders unterschiedliche und daher kaum vergleichbare Werke entstanden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Abstimmung über die schönste Skulptur. Aber hier sind die vier Kreationen.

Schneeskulpturen

Beispiele für weniger gut gelungene Fotos :-)

Wer errät, was auf den Bildern dargestellt wird und für welches Wunderwerk die Trainer verantwortlich sind? In den Kommentaren ist Platz für viele Spekulationen. Während dieses Miniwettbewerbs haben wir übrigens etwa 5 Athleten aus dem Schnee befreit, die urplötzlich so tief einsanken, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr vom Schnee befreien konnten. Manchmal blieb bei den Befreiungsaktionen auch ein Schuh oder Stiefel in den Schneemassen verschwunden – aber am Ende konnten alle Athleten inklusive Bekleidung aus der weißen Hölle herausgezogen werden. Man erkennt es daran, dass wir mit genau so vielen Athleten nach Braunschweig zurückgekehrt sind, wie wir auch am Freitag losgefahren sind.

Schneemann und Schneefrauen

Nach dem Mittagessen ging es mit Schlitten auf die Strecke. Merke: Lenken kann ungewohnt schwer sein, wenn aus Schnee zu Beginn der Piste plötzlich Eis am Ende der Piste wird. Ebenfalls ungünstig kann es sich auswirken, wenn man aus voller Geschwindigkeit auf einen nicht vereisten Abschnitt fährt. Aber gerade so etwas macht ja den Reiz beim Schlittenfahren aus, oder? Einige Athleten ließen ungeahnte Fähigkeiten als Zweier-Bobfahrer durchscheinen und hätten es vielleicht auch vergangene Woche bei Olympia probieren sollen. Kein Wunder, dass sich dort unter den Bob-Anschiebern immer wieder Leichtathleten finden!

Wir machen nun einen kleinen Sprung bis nach das Abendessen und stehen plötzlich alle mit wunderbar trockener Kleidung in einem angenehm warmen Gemeinschaftsraum. Für drei Mannschaften standen hier diverse Miniwettbewerbe auf dem Programm.

Mumien

Ein Stück Ägypten im Harz

Das Bild beweist: Man muss kein Redakteur sein, um etwas in die Zeitung zu bringen. Jede Mannschaft verpackte ein Teammitglied in Zeitungspapier und trug die so entstandene Mumie noch durch den Flur bis in den Gemeinschaftsraum. Diverse weitere Wettbewerbe fügten sich zu unserer ganz eigenen Mini-Winterolympiade zusammen – immerhin hatten wir sicher winterlichere Bedingungen als die Sportler in Vancouver. Bei der abschließenden Siegerehrung gabs Gold-, Silber- und Bronzemedaillen für alle Teilnehmer.

Gruppenfoto_2

Nach der Siegerehrung

Eins klappte wie gewohnt am Samstagabend deutlich schneller als am Abend zuvor: Das Einschlafen. Eins dauerte am Sonntagmorgen wie gewohnt deutlich länger, als am Morgen zuvor: Das Aufwachen. Von Königskrug aus ging es am Sonntag zum Abschluss ins Schwimmbad Braunlage. Dort war von einfachem Entspannen bis hin zu Schwimmwettbewerben oder Fangenspiel (übrigens: wenn der Fänger immer weiter Fangen muss, auch wenn er jemanden gefangen hat, dann ist es ein komisches Spiel! :-) ) je nach Lust und Laune einiges möglich. Von Braunlage traten wir die Heimreise an. Vielen Dank an dieser Stelle an die vielen Eltern, die uns ihre Unterstützung beim Fahren angeboten haben!