Lara Groenewold verbessert den Landesrekord im Kugelstoß
Mit einigen Medaillen kehrten die 30 Leichtathleten des PSV Braunschweig am späten Sonntag abend aus Berlin zurück. Dort fand von Samstag bis Sonntag das 17. Internationale Pfingstsportfest statt. Insgesamt 1.230 Leichtathleten aus 4 Nationen nahmen an diesem Sportfest teil. Bereits am Freitag war die Braunschweiger Mannschaft angereist und übernachtete bis Sonntag in einer Sporthalle, was nachgewiesener Maßen nicht gerade leistungs- aber dafür teamfördernd ist.

Samstag
Mit dem 80m Hürdenlauf begann der Wettkampf am Samstag für die Altersklasse W14. Hier konnte sich Lara Groenewold auf 12,65 sek steigern und den zweiten Platz belegen. Neele Ueckermann blieb erneut unter 13 Sekunden und wurde dafür mit dem 6. Platz belohnt. Beim anschließenden Kugelstoßwettkampf musste Lara Groenewold über sich hinauswachsen. Bis zum letzten Durchgang lag sie mit 12,44m in Führung. Die bis dahin zweitplatzierte schockte ihre Konkurrenz im letzten Durchgang mit einem Stoß auf 13,16m. Nach ihr hatte nur noch Lara einen Versuch. Um noch zu gewinnen, müsste sie nun ihre eigene Bestleistung um 70 cm steigern. Und tatsächlich wuchs Lara über sich hinaus und schaffte das Unglaubliche. Auf 13,29m stieß sie das Wettkampfgerät und verbesserte damit auch den 20 Jahre alten Landesrekord von Kerstin Erfmann. Ebenfalls über eine neue Bestleistung konnte sich Leonie Basso freuen. Mit 10,69 m erreichte sie in dem starken Feld den 6. Platz. Nach 12,99 sek blieb die Uhr für Lara beim 100m Lauf stehen. Damit erreichte sie den Endlauf, auf welchen sie zugunsten des Weitsprungwettkampfes verzichtete. Leonie Basso erreichte ebenfalls den Endlauf und beendete diesen nach 13,26 sek (Platz 6). Sowohl Neele Ueckermann (13,63 sek) als auch Lea Leppla (14,13 sek) kamen in diesem starken Feld nicht über den Vorlauf hinaus. Beim Weitsprung war jeder der sechs Sprünge, die Lara Groenewold absolvierte, weiter als 5,10m und ihr bester Sprung wurde mit 5,29m gemessen. Dennoch wurde sie im letzten Durchgang, bis dahin führend, von Arabella Himmelstoß abgefangen und auf den zweiten Rang verwiesen. Exakt auf 5,00m sprang Neele Ueckermann an diesem Tag, was ihr den 7. Platz einbrachte. Die erst 13 jährige Ann-Kristin Weise nahm am Weitsprungwettkampf der W14 teil und überzeugte mit einem Sprung auf 4,69m. Auch Lea Leppla kämpft sich an ihr Vorjahresniveau heran. 4,48m wurden für sie gemessen. Beim Diskuswurf konnte Leonie Basso mit 23,67m die Bronzemedaille gewinnen.
In der Altersklasse W15 überzeugte Larissa Beyersdorff über die 80m Hürden mit einem starken Lauf (12,30 sek) und dem Gewinn der Silbermedaille. Erstmals unter 13 Sekunden blieb Jennifer Seidel, die mit 12,87 sek den 6. Platz erreichte. Platz 10 ging an Mila Witt, die nach 13,37 sek die Ziellinie überquerte. Die Kugel stieß Mila auf 9,58m (Platz 11) und blieb anschließend beim Diskuswurf-Finale mit 27,29m (Platz 7) unter ihren Möglichkeiten. Beim Weitsprung schaffte Larissa Beyersdorff mit 5,26m den Sprung auf den Bronzeplatz. Für Jennifer Seidel wurden 4,73m gemessen (Platz 13). Über die 100m erreichte nur Larissa Beyersdorff das Finale und dort mit 13,21 sek den 5. Platz.
Den abschließenden Staffellauf beendeten die 2. Staffel mit Jennifer Seidel, Mila Witt, Lea Leppla und Friederike Rothe nach 53,84 sek und dem 8. Platz. Die 1. Staffel musste sich in der Besetzung Larissa Beyersdorff, Leonie Basso, Neele Ueckermann und Lara Groenewold nur der Staffel aus Dänemark geschlagen geben. Nach 51,14 überquerte Lara Groenewold als Schlußläuferin noch vor der LG Nordheide die Ziellinie.

(Neele, Lara, Larissa und Leonie)
Mit Denise Bähre war der PSV auch bei der weiblichen Jugend A vertreten. Sie startete am Samstag über 200m und erreichte mit einer Zeit von 27,69 sek den 10. Platz. Da für ihre Altersklasse kein Hürdenlauf angeboten wurde, trat sie in der Frauenklasse unter anderem auch gegen Melanie Bauschke (LG Nike Berlin) und Maike Pietsch (LAC Berlin) an. Mit 16,74 sek erreichte sie das Finale, auf welches sie aus organisatorischen Gründen leider verzichten musste. Zusammen mit ihren B-Jugendlichen Vereinskameradinnen Josephine Steinert, Julia Groenewold und Henrike Böckmann lief sie abschließend noch auf den 3. Platz mit der 4x100m Staffel (52,18 sek).

(Denise Bähre)
Das Finale über 100m Hürden der weiblichen Jugend B erreichte Julia Groenewold mit 16,63 sek und steigete sich dort auf 16,27 sek (Platz 5). Im Hochsprung überquerte Henrike Böckmann 1,45m (Platz 5) und ihre Vereinskameradin Josephine Steinert 1,40m (Platz 8). Auf eine starke Konkurrenz taf Julia Groenewold beim Speerwurf. Ihr weitester Wurf landete bei 29,24m (Platz 5). Über eine neue Bestleistung und ihren ersten Sprung über 10m konnte sich Henrike Böckmann beim Dreisprung freuen. Mit 10,08m erreichte sie den 6. Platz. Ihre ein Jahr jüngere Vereinskameradin Larissa Beyersdorff testete erstmals diese Disziplin und konnte sich mit 10,47m auf den dritten Platz positionieren. Mit dieser Weite qualifizierte sie sich für die Landesmeisterschaften der A-Schülerinnen und setzt sich an die Spitze der aktuellen Landesbestenliste. Auf eine persönliche Bestleistung von 9,54m steigerte sich Josephine Steinert, blieb aber ebenso wie Julia Groenewold (9,76m) noch unter ihren Möglichkeiten.

(Julia Groenewold)
Aus gesundheitlichen Gründen nahm Giano Trautmann am Samstag nur am Hochsprung teil. Er übersprang erneut die 1,80m und erreichte mit dieser Höhe den 5. Platz.
Sonntag
Für die Altersklasse W14 stand der Hochsprung als erste Disziplin auf dem Wettkampfplan. Lara Groenewold hatte sich die Verbesserung des Sportfestrekordes von 1,60m zum Ziel gesetzt. Sie stieg bereits bei 1,40m in den Wettkampf ein und überwand bis einschließlich 1,60m jede Höhe im ersten Versuch. Bei 1,63m benötigte sie zwei Versuche und stand bereits als Gewinnerin fest. 1,66m schaffte sie erneut im ersten Versuch. Es wurden 1,70m aufgelegt und mit Hilfe des Publikums schaffte sie auch diese Höhe im dritten Versuch. Damit hatte sie einen neuen Pfingssportfestrekord aufgestellt und als Belohnung den Preis für die beste Schülerleistung erhalten. Parallel zum Hochsprung wurden die 300m Läufe durchgeführt. Leonie Basso erreichte mit 44,58 sek den vierten Platz und konnte sich damit gegen ihre Vereinskameradin Neele Ueckermann durchsetzen, die mit 45,15 sek ebenfalls sehr schnell unterwegs war. Als abschließende Disziplin stand der Speerwurf auf dem Plan. Diesen gewann Lara Groenewold mit einer neuen Bestleistung von 38,58m. Annika Rassl verpasste mit 22,41m als Neunte das Finale nur knapp.

(Lara Groenewold)
Über 1,40m sprang Jennifer Seidel in der Altersklasse W15 und zeigte bei den Versuchen über 1,45m, dass es in diesem Sommer noch höher gehen wird. Das Feld beim 800m Lauf war extrem gut besetzt. Nach zwei Übernachtungen in der Turnhalle lief Friederike Rothe die Strecke in 2:30,08 min (9. Platz).

(Friederike Rothe – 544)
Schnell wurde es auch beim 300m Lauf. Nur 43,12 sek benötigte Larissa Beyersdorff für diese Strecke und wurde für ihren Einsatz mit Silber belohnt. Silber glänzte auch die Medaille, die Jennifer Seidel beim Speerwurf gewann. Sie steigerte ihre bisherige Bestleistung auf 32,07m. Auch Mila Witt zeigte sehr gute Würfe und erreichte mit 29,24m den sechsten Platz.

(Jennifer Seidel)
Lediglich Zeitläufe gab es bei der weiblichen Jugend B für die 100m Entscheidung. Henrike Böckmann lief aus PSV Sicht mit 13,36 sek die schnellste Zeit (Platz 9). Starke Konkurrenz gab es auch beim Weitsprungwettkampf. Mit 5,03m übertraf Henrike Böckmann erstmals die 5 Meter Marke (Platz 4). Julia Groenewold erreichte mit ihrem weitesten Sprung (4,94m) den achten Platz. Nur ein Platz dahinter verpasste Josephine Steinert mit 4,60m das Finale nur knapp. Beim Kugelstoßen übertrafen weder Henrike Böckmann noch Julia Groenewold die 9 Meter Marke. Auf 8,96m stieß Henrike die Kugel (Platz 6). Nach 8,41m schug die von Julia gestoßene Kugel in den Sand ein (Platz 8).
Bronze sicherte sich Denise Bähre beim Weitsprungfinale der weiblichen Jugend A. Dabei steigerte sie sich innerhalb des Wettkampfes auf 4,91m. Nur 13,36 sek benötigte Denise für ihren 100m Lauf, überquerte dabei als Erste die Ziellinie und konnte sich über die Goldmedaille freuen.
Weniger Freude hatte Giano Trautmann bei seinem Weitsprungwettkampf. Mit 6,10m blieb er weit unter seinen Möglichkeiten. Der Anlauf passte überhaupt nicht und so musste er sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Mit 12,28m im Kugelstoßwettkampf erreichte er abschließend den vierten Platz.
